Räucherung im deutschsprachigen Raum

Bis zum heutigen Tag finden sich auch in den deutschsprachigen Ländern Reinigungs- und Schutzräucherungen sowie Räucherrituale zur Unterstützung von geistigen und religiösen Handlungen, wobei bei uns am bekanntesten das Räuchern mit Weihrauch als Bestandteil der Liturgie in der katholischen Kirche ist. Weihrauch hat zudem stark desinfizierende Wirkung, schützt also bei großen Menschenansammlungen vor Ansteckung. Weihrauch bewirkt eine angeregte Entspannung, das heißt, er macht nicht müde, sondern hilft, sich innerlich zu sammeln. Und das tut unserer Seele gut.
Bis zum heutigen Tag finden sich auch in den deutschsprachigen Ländern Reinigungs- und Schutzräucherungen sowie Räucherrituale zur Unterstützung von geistigen und religiösen Handlungen, wobei bei uns am bekanntesten das Räuchern mit Weihrauch als Bestandteil der Liturgie in der katholischen Kirche ist.

Weihrauch hat zudem stark desinfizierende Wirkung, schützt also bei großen Menschenansammlungen vor Ansteckung. Weihrauch bewirkt eine angeregte Entspannung, das heißt, er macht nicht müde, sondern hilft, sich innerlich zu sammeln. Und das tut unserer Seele gut.

Räucherung Weltweit

Seit die Menschen mit Feuer umgehen können, gibt es das Räuchern. Das gesamte Leben eines Menschen ist in den meisten Kulturen von Räucherungen begleitet. So wird in vielen Kulturen nicht nur zur Reinigung des Hauses oder eines Grundstückes geräuchert, sondern auch zu bestimmten Anlässen wie bestimmte Festtage, Hochzeiten und auch das letzte Geleit. Insbesondere in Ländern wie Indien, im Orient, in Asien und auch bei den Indianern gehört das Räuchern nach wie vor zum Leben.

Indien

Da in Indien, der “Mutter der Düfte”, eine Menge verschiedene aromatische Pflanzen gedeihen, ist hier das Wissen um deren Wirksamkeit sehr groß. Das weiße Sandelholz ist dabei die am häufigsten verwendete Pflanze für das Räuchern. Es regt die schöpferischen Kräfte an, ist euphorisierend, schenkt innere Ruhe und Zufriedenheit. Daher nehmen auch Heilanwendungen mit Räucherungen in der ayurvedischen Medizin einen großen Patz ein.

Japan

In Japan, wo man das Räuchern “dem Duft lauschen” nennt, werden am häufigsten Räucherstoffe wie Zimt, Sandelholz, Kampfer, Nelke usw. verwendet.

Zimt
gibt Wärme und Geborgenheit, löst seelische Verspannungen und regt zum Träumen an, öffnet und stärkt das Herz.

Sandelholz
siehe unter Indien.

Kampfer
erleichtert Entscheidungen, unterstützt die innere Klarheit und regt die Wahrnehmung und Konzentration an.

Nelke
zu den Myrtengewächsen gehörend, lehrt, dass Leben und Sterben eins sind, und erleichtert das Loslassen vom Alten. Es wird insbesondere zur Reinigung der Seele und der Beruhigung des Geistes angewandt.

Bali / Indonesien: Räuchern für’s Leben

Ende 2004 hatte ich die Möglichkeit, von den Balinesen, den Profis in Sachen energetischer Hausputz, zu lernen.

Auf der indonesischen Insel Bali gehört das Räuchern zum Alltag. Die Bewohner sagen: In einem negativen Umfeld kann nichts Gutes für Körper, Geist und Seele entstehen. Auch Bungalows und Hotelzimmern werden jeden Tag durchs Räuchern befreit.

Ich hatte die Gelegenheit, bei einer Räucherung vor einer Geschäftseröffnung dabei zu sein. Auf Bali wird kein Laden eröffnet, bevor die Energien nicht stimmen. Nicht Reichtum ist das Ziel der Balinesen, sondern Reinheit und Energie.

Lesen Sie mehr zur Reise und zu Räucherungen auf Bali in der “Kärntner Woche” vom 29.12.2004

Tibet

In Tibet, auch als “Dach der Welt” bezeichnet, hat das Räuchern eine stark spirituelle Bewandtnis. Dazu werden insbesondere Wacholder und Zeder verwendet.

Wacholder
vertreibt negative Energien und reinigt die Gefühlswelt, bringt das gesamte Seelenleben in ein Gleichgewicht und verleiht innere Stärke und Zuversicht.

Zeder
zu den Zypressengewächsen gehörend, hat erdende Wirkung und wirkt beruhigend und besänftigend.

Der Orient

Nicht umsonst sprach Shakespeare von den “Wohlgerüchen Arabiens”, da es dort schon seit jeher wichtig war, von Düften begleitet zu werden. Im Orient werden insbesondere Weihrauch, Myrrhe, Rosenblüten, Zimt, Sandelholz, Koriander und Narde zum Räuchern verwendet.
Das in der Welt des Räucherns bekannteste Mittel ist der Weihrauch, der zu den Balsambaumgewächsen gehört. Er verbindet nicht nur Körper und Geist, sondern fördert auch die Meditation und das Gebet und hat eine stark reinigende Wirkung.
Myrrhe, ebenfalls zu den Balsambaumgewächsen zugehörig, öffnet die Tür zur geistigen Welt, v.a. für Menschen, die zu sehr mit dem materiellen verbunden sind.
Durch die Rose öffnet sich das Herz der Welt der Liebe und sie vermittelt Milde, Güte und Verständnis.
Zimt: siehe unter Japan.
Sandelholz: siehe unter Indien.
Koriander hilft, alte Probleme loszulassen und neue Lösungen zu finden.
Narde, zu den Baldriangewächsen gehörend, wirkt bei Schmerzen stark lindernd und schenkt Ruhe und Frieden.
Räucherungen werden im Orient nicht nur bei besonderen Festen wie bei einer Hochzeit oder einem Begräbnis eingesetzt, sondern auch bei psychotherapeutischen Behandlungen von Partnerschaftsproblemen, insbesondere für Liebes- und Trancerituale. Um Sauberkeit und eine harmonische Energie zu schaffen, ist es bei Nomadenstämmen der Brauch, vor Ankunft von Gästen den Eingang des Hauses zu beräuchern.

Bei den Indianern

Salbei, Wacholder, Beifuß und Zeder sind sog. “Kraftpflanzen”, die bei verschiedenen Stämmen Amerikas zum Räuchern verwendet werden. Räucherungen werden bei den Indianern angewandt, um den Zusammenhalt im Leben zu verstärken. Auch ist es ihnen damit ein Anliegen, sich mit den Kräften der Natur zu verbinden.

Salbei
vertreibt “schlechte” Luft”, schenkt einen Schutzmantel und schafft Vertrauen in die eigene Kraft.

Wacholder
siehe unter Tibet.

Beifuß
hilft bei Entscheidungen, schafft Klarheiten und bringt das Leben auf den Punkt.

Zeder
siehe unter Tibet.